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Aus Gästen werden Stammgäste.

Marketing für Café und Restaurant ohne Budget: Was zuerst, was danach?

Sechs Dinge, die nur Zeit kosten, in der richtigen Reihenfolge. Mit Texten zum Abschreiben und einem Plan für die ersten sechs Wochen.

Marketing und Betrieb6 Min. LesezeitAktualisiert am 2. November 2026NFCeez Redaktion

Gebäck in einer Bäckereivitrine

Laut Statistischem Bundesamt lag der Umsatz in der Gastronomie 2025 preisbereinigt 2,2 Prozent unter dem Vorjahr, nominal 1,8 Prozent darüber (vorläufige Werte). Die Preise stiegen also schneller als das Geschäft, und für Werbung bleibt oft nichts übrig. Die gute Nachricht: Das Meiste, was zuerst dran ist, kostet nur Zeit. Die meisten Ideenlisten im Netz nennen zwanzig Dinge und keine Reihenfolge. Hier ist die Reihenfolge.

Was sollte ein Café oder Restaurant ohne Budget zuerst tun?

Zuerst das Google-Profil, dann Bewertungen, dann die Gäste, die schon da waren. Die Logik: Erst holt ihr die Menschen ab, die euch gerade suchen. Dann die, die euch schon mögen. Erst danach lohnt es sich, Fremde zu erreichen, denn die landen sonst auf einem halbfertigen Profil.

ReihenfolgeWasZeit (grobe Schätzung)Wen es erreicht
1Google-Profil vollständig machen2 Stunden einmaligMenschen, die gerade suchen
2Bewertungen erbitten und beantworten10 Minuten am TagMenschen, die vergleichen
3Gäste wiedererkennen, Stempelkarte, E-Mail-Liste mit Einwilligunglaufend im ServiceMenschen, die schon da waren
4Fünf Nachbarn ansprechen1 Stunde pro WocheMenschen aus eurer Straße
5Lokale Presse mit echtem Anlass1 Stunde pro AnlassMenschen aus eurer Stadt
6Instagram mit festem Format1 Stunde pro WocheMenschen, die euch folgen

Wie macht ihr euer Google-Profil an einem Nachmittag fertig?

Ein vollständiges Profil ist der einzige Teil von Google, den ihr selbst in der Hand habt. Google nennt drei Faktoren für die lokale Reihenfolge: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Und Google schreibt ausdrücklich, dass man eine bessere Platzierung weder anfragen noch bezahlen kann.

  1. Profil beanspruchen und bestätigen, falls noch nicht geschehen.
  2. Öffnungszeiten prüfen und die Sonderzeiten für alle kommenden Feiertage eintragen.
  3. Art des Betriebs, Adresse, Telefon, Website und Link zur Karte vollständig ausfüllen.
  4. Zehn echte Fotos mit dem Handy bei Tageslicht aufnehmen: Eingang von außen, Raum, drei Gerichte, Team bei der Arbeit, Tresen.
  5. Selbst bei Google nach eurem Namen suchen und alles Falsche korrigieren.

Alle Schritte im Detail stehen im Ratgeber zum Google-Unternehmensprofil.

Wie bekommt ihr Bewertungen, ohne jemanden zu bestechen?

Fragt alle Gäste zur gleichen Zeit, mit demselben Satz und einem direkten Link. Google bietet dafür einen Link oder QR-Code an. Zwei Dinge sind verboten: Rabatte oder Gratisware für eine Bewertung und das gezielte Einsammeln nur positiver Bewertungen. Also kein „Kaffee aufs Haus für fünf Sterne“ und kein Fragen nur bei den Freundlichen.

Satz fürs Team, beim Abräumen oder an der Kasse

„Eine Bitte noch: Wir sind ein kleiner Laden, und Google-Bewertungen helfen uns sehr. Hier ist der Link, falls ihr kurz Zeit habt. Ehrlich reicht völlig.“

Antwortet danach kurz und konkret. Google rät zu klaren, ehrlichen Antworten und davon ab, darin Angebote zu machen. Was ihr bei schlechten Bewertungen schreibt, steht im Ratgeber zu negativen Bewertungen.

Wie macht ihr aus Erstbesuchern Stammgäste?

Das Günstigste, was ihr tun könnt, ist einen Gast beim zweiten Mal zu erkennen. Dafür braucht ihr kein Programm, nur eine Absprache im Team.

  • Merkt euch Namen und Bestellung der Gäste, die zum zweiten Mal kommen, und sagt es ihnen: „Wieder den Flat White?“
  • Gebt beim Bezahlen eine Stempelkarte aus. Ob Papier oder digital, wichtig ist, dass das Team sie jedes Mal anbietet.
  • Sammelt E-Mail-Adressen nur mit Einwilligung. Werbung per E-Mail braucht nach § 7 UWG grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Die Ausnahme für Bestandskunden hat enge Bedingungen, im Zweifel fragt ihr eure IHK.

Mehr dazu steht im Ratgeber Stammgäste gewinnen.

Wie sprecht ihr Nachbarn an, ohne zu nerven?

Eure besten neuen Gäste arbeiten oder wohnen vermutlich schon im Umkreis von ein paar Minuten. Geht persönlich zu fünf Betrieben: ein Büro, eine Buchhandlung, ein Fitnessstudio, ein Hotel oder eine Ferienwohnung, ein Laden, der Stammkunden hat. Kein Rabatt nötig, nur ein konkretes Angebot, das euch wenig kostet.

Text zum Vorbeibringen

„Hallo, ich bin [Name] vom [Café] zwei Häuser weiter. Wir würden uns gern kennenlernen. Darf ich euch und eurem Team am Freitag um 10 Uhr eine Runde Kaffee vorbeibringen? Und falls eure Kundschaft mal fragt, wo man hier gut frühstückt: Unsere Karte liegt anbei. Eure Flyer legen wir gern bei uns aus.“

Wann lohnt sich eine Mail an die Lokalzeitung?

Dann, wenn ihr etwas zu erzählen habt, das auch ohne euren Namen interessant wäre. Neu eröffnet zählt, „neue Herbstkarte“ eher selten. Ein Jubiläum, ein Betrieb in dritter Generation, eine Kooperation mit einer Schule, ein Fund im Keller beim Umbau: Das sind Geschichten. Schreibt an die Lokalredaktion, nicht an eine allgemeine Adresse, und hängt zwei Fotos an.

Vorlage

Betreff: [Stadtteil]: [Café] wird 25, Inhaberin backt noch nach dem Rezept ihrer Großmutter
„Hallo [Name], am [Datum] wird unser Café in der [Straße] 25 Jahre alt. Die Geschichte in zwei Sätzen: [...]. Zwei Fotos hängen an, die ihr frei nutzen dürft. Ich bin unter [Telefon] erreichbar und freue mich, wenn ihr vorbeikommt.“

Wie viel Instagram muss wirklich sein?

Ein festes Format pro Woche reicht für den Anfang, solange es wirklich von euch ist. Das kann der Freitagskuchen sein, die Person hinter dem Tresen oder die eine Frage eines Gastes. Ein festes Format spart das Nachdenken, und ihr müsst nie überlegen, was heute dran ist. Eine Zahl, wie oft ihr posten müsst, nennen wir nicht, weil wir dafür keinen belastbaren Beleg für kleine Betriebe gefunden haben.

Zwei Dinge prüft ihr gleich: Ist im Profil der Link zu eurer Karte und euren Öffnungszeiten? Und ist das Impressum leicht erreichbar? § 5 DDG verlangt das für geschäftliche digitale Dienste, die Angaben müssen leicht erkennbar und ständig verfügbar sein. Wie das auf eurem Profil aussehen muss, klärt im Zweifel die IHK. Dafür reicht ein Link auf eine Seite, auf der Bewertung, Karte, Öffnungszeiten und eure Angaben zusammenstehen.

Wie sieht der Start Woche für Woche aus?

WocheAufgabeFertig, wenn
1Google-Profil, Fotos, Sonderzeiten. Kritische Bewertungen und offene Fragen beantworten.Keine Kritik und keine Frage ist offen, alle Zeiten stimmen
2Bewertungslink besorgen, Satz im Team üben, Karte neben die KasseJede Person im Team hat ihn einmal gesagt
3Stempelkarte einführen, Regel „zweiter Besuch: Namen merken“Das Team bietet sie jedem Gast beim Zahlen an
4Die ersten zwei Nachbarn besuchen. E-Mail-Einwilligung vorbereiten.Zwei Gespräche sind geführt
5Drei weitere Nachbarn. Einen Anlass für die Lokalredaktion suchen.Ein Termin steht, oder ihr wisst, dass gerade keiner da ist
6Ein Instagram-Format festlegen und die ersten drei Beiträge vorbereitenBeitrag eins ist online, zwei und drei liegen bereit

Was kostet nur scheinbar nichts?

  • Große Rabatte und Gutscheinportale. Das kostet Marge, und oft kommen vor allem Gäste, die den Rabatt suchen.
  • Essen gegen Reichweite. Rechnet die Ware und den besetzten Tisch mit. Fragt nach, wie viele der Follower überhaupt in eurer Stadt leben.
  • Flyer ohne Ziel. Druck und Verteilen kosten Geld und Zeit. Wenn ihr sie macht, dann gezielt für einen Anlass, und mit einem QR-Code.
  • Gekaufte Bewertungen. Nach Googles Regeln verboten, und das Risiko ist viel größer als der Nutzen.

Wie bekommt ihr Bewertungslink, Karte und Zeiten hinter eine Adresse?

Bei Schritt 2, 3 und 6 braucht ihr jedes Mal einen Link: zur Bewertung, zur Stempelkarte, zu Karte und Zeiten. Mit NFCeez geht das so. In der App legt ihr euren Betrieb mit Name und Adresse an, tragt die Öffnungszeiten samt Feiertagen ein und fügt den Link zu eurer Google-Bewertung hinzu, der dann ganz oben steht. Dazu kommen Instagram, WhatsApp und eure anderen Links, jeder mit dem echten Logo der Plattform. Was ihr speichert, ist sofort live, und euer Impressum steht auch drauf. Die Adresse kommt in euer Instagram-Profil und als QR-Code auf den Flyer, ein NFC-Sticker an der Kasse öffnet dieselbe Seite. Gäste brauchen keine App. In der App seht ihr danach, wie viele über NFC, QR-Code, Instagram oder Google kamen und welche Links sie antippen.

Was NFCeez nicht übernimmt: Das Gespräch mit den Nachbarn, die Mail an die Zeitung und den Satz an der Kasse macht ihr weiter selbst. Wie die Seite aussieht, zeigt die Smart Page.

Woran merkt ihr, ob es wirkt?

Zählt einfache Dinge einmal pro Woche in einer Liste: neue Bewertungen, Anrufe und Routen aus dem Google-Profil, ausgegebene Stempelkarten, neue E-Mail-Einwilligungen. Fragt außerdem eine Woche im Monat neue Gäste: „Wie seid ihr auf uns gekommen?“ Versprechen kann das niemand, wie viel mehr Gäste am Ende kommen. Es zeigt aber, welche dieser Wege bei euch etwas bewegen. Wenn dann ein bestimmter Wochentag schwach bleibt, helfen die Ideen für ruhige Tage.

Euer nächster Schritt: Sucht jetzt bei Google nach eurem eigenen Namen, wie ein Gast es tun würde. Stimmen die Öffnungszeiten für den nächsten Feiertag? Falls nicht, ist das eure erste Aufgabe.

So macht es NFCeezEin Link für Bewertung, Karte und Zeiten.Eure Smart Page bündelt den Link zur Google-Bewertung, Öffnungszeiten, Karte und eure Profile. Die Adresse kommt in euer Instagram-Profil, auf den Flyer und an die Kasse.So funktioniert's

Fragen zu Marketing ohne Budget.

  1. Nach dem ersten Nachmittag am Google-Profil rechnet grob mit ein bis zwei Stunden pro Woche. Das ist eine Schätzung, kein Messwert, und vieles läuft nebenbei im Service.

  2. Nein. Google verbietet Rabatte, Gratisware und andere Gegenleistungen für Bewertungen, und auch das gezielte Einsammeln positiver Bewertungen.

  3. In der Regel nicht ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung, das regelt § 7 UWG. Es gibt eine enge Ausnahme für Bestandskunden, und im Zweifel berät euch die IHK.

  4. Für die normalen lokalen Ergebnisse nicht. Google schreibt, dass sich eine bessere lokale Platzierung weder anfragen noch bezahlen lässt.

  5. Für den Anfang nicht zuerst. Google-Profil, Bewertungen und Stammgäste kommen davor. Wenn ihr es nutzt, reicht ein festes Format, das wirklich von euch ist.

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