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Aus Gästen werden Stammgäste.

Wie erstellt ihr eine digitale Speisekarte für euer Café oder Restaurant?

Ein PDF am Handy ist ein Anfang, aber noch keine gute digitale Karte. So kommt ihr von der gedruckten Karte zu einer, die am Tisch funktioniert und heute stimmt.

Speisekarte6 Min. LesezeitAktualisiert am 2. November 2026NFCeez Redaktion

Gedruckte Speisekarte auf einem Holztisch

Viele Betriebe haben ihre Karte schon digital, zumindest auf dem Papier: ein PDF hinter einem QR-Code. Am Handy zoomen und schieben Gäste dann hin und her. Eine gute digitale Speisekarte ist für das Handy gebaut, lässt sich durchsuchen und stimmt heute. Technikkenntnisse braucht ihr dafür keine. Die meiste Zeit geht in das Prüfen, nicht in die Technik.

Reicht ein PDF als digitale Speisekarte?

Für den Übergang reicht ein PDF, auf Dauer ist es die schwächste Lösung. Die Nielsen Norman Group, die seit rund 20 Jahren beobachtet, wie Menschen PDFs und Webseiten nutzen, rät von PDFs zum Lesen am Bildschirm ab: PDFs sind für Papier gemacht, man sieht nur einen kleinen Ausschnitt und verliert leicht den Überblick. Die Studien betrafen Websites und Intranets, keine Speisekarten, das Problem am kleinen Bildschirm ist aber dasselbe.

Ein einfacher Test: Die Web-Richtlinie WCAG verlangt, dass Inhalte bei 320 Pixeln Breite ohne Schieben in zwei Richtungen nutzbar bleiben. Öffnet eure Karte am Handy. Müsst ihr zoomen und seitlich schieben, um einen Preis zu lesen, besteht sie den Test nicht.

Ein häufiger Irrtum: Google könne PDFs nicht lesen. Google führt PDF als indexierbares Dateiformat. Der eigentliche Nachteil ist das Lesen am Handy, dazu kommt die neue Datei bei jeder Preisänderung.

Welche Wege zur digitalen Speisekarte gibt es?

Es gibt vier gängige Wege, und sie schließen sich nicht aus. Viele Betriebe nutzen einen als Hauptkarte und pflegen zusätzlich die Karte im Google-Profil.

WegAm HandyPreis ändernPasst für
PDF hinter Link oder QR-CodeKlein, zoomen nötigNeue Datei hochladen, Link prüfenDen Übergang von ein paar Wochen
Seite auf der eigenen WebsiteGut, wenn das Layout fürs Handy gebaut istÜber das Website-System, oft mit HilfeBetriebe mit gepflegter Website und wenig Änderungen
Menü-Editor im Google-UnternehmensprofilGut lesbar in GoogleSelbst im ProfilAls Ergänzung, damit die Karte bei Google stimmt
Eigenes Speisekarten-WerkzeugFürs Handy gebaut, oft mit Suche und SprachenIn der App oder im Browser, sofort sichtbarBetriebe, die oft ändern und Allergene direkt am Gericht zeigen wollen

Den Menü-Editor von Google können Betriebe nutzen, die Speisen und Getränke anbieten: Abschnitte, Gerichte, Beschreibungen, Preise. Das Erstellen aus einem Foto oder PDF nennt Google selbst experimentell. Stand November 2026.

Egal welchen Weg ihr wählt, vier Dinge zählen im Alltag am meisten: Gäste brauchen keine App, ihr könnt einen Preis selbst vom Handy ändern, die Allergene stehen am Gericht und sind von eurer Küche bestätigt, und die Adresse hinter dem QR-Code bleibt immer dieselbe.

Wie erstellt ihr die Karte Schritt für Schritt?

  1. Sammelt die aktuelle Karte. Gedruckte Seiten, Getränke, Tafel, Mittagstisch, Saisonkarte. Streicht gleich, was ihr nicht mehr anbietet.
  2. Legt die Kategorien fest. Wenige und klare, in der Reihenfolge, in der Gäste bestellen: Frühstück, Kleinigkeiten, Hauptgerichte, Süßes, Getränke.
  3. Bringt jedes Gericht in dieselbe Form. Die Tabelle weiter unten zeigt, welche Felder ihr braucht.
  4. Tippt ab oder lasst lesen. KI spart viel Tipparbeit, macht aber Fehler. Was sie gut liest und was nicht, steht in unserem Artikel zur Speisekarte mit KI.
  5. Prüft die Allergene mit der Küche. Gegen Rezepte und Lieferantenangaben, nie nach Gefühl. Die Regeln stehen im Artikel zu den Allergenen auf der Speisekarte.
  6. Prüft jeden Preis gegen die Kasse. Die Karte und die Kasse müssen dasselbe sagen.
  7. Testet am Tisch. Mit einem älteren Handy, an eurem schlechtesten Platz fürs Netz. Findet ein Gast, der euch nicht kennt, in 30 Sekunden einen Kaffee und den Preis?
  8. Bringt die Karte zu den Gästen. Über QR-Code, NFC-Sticker, Google-Profil und eure Profile.

Ein Rechenbeispiel mit erfundenen Zahlen: Café Morgenrot hat 60 Positionen. Bei zwei Minuten pro Position zum Prüfen und Ergänzen sind das zwei Stunden, plus eine Runde mit der Küche für die Allergene. Tragt die ersten zehn Gerichte ein und stoppt die Zeit, dann wisst ihr, wie lange es bei euch dauert.

Was gehört zu jedem Gericht?

Zu jedem Gericht gehören Name, Preis und Allergene, bei Getränken die Menge, und alles, was ein Gast vor dem Bestellen fragen würde. Eine einzige Tabelle mit diesen Feldern erspart euch später doppelte Arbeit, egal welches Werkzeug ihr nutzt.

FeldBeispiel (erfunden)Worauf ihr achtet
KategorieFrühstückWenige Kategorien, einheitliche Namen
NameAvocado-ToastSo, wie Gäste bestellen
BeschreibungSauerteigbrot, Avocado, Chili, ZitroneWas drin ist, in einer Zeile
Preis11,50 €Endpreis, immer gleich geschrieben
MengeBei Getränken: 0,3 lBei Getränken immer angeben
AllergeneGlutenhaltiges Getreide (Weizen)Von der Küche bestätigt
KennzeichenVeganNur, wenn es wirklich stimmt
FotoFalls vorhandenMuss aussehen wie der echte Teller

Was muss bei einer digitalen Speisekarte rechtlich stimmen?

In Deutschland gelten für die digitale Karte dieselben Preis- und Allergenregeln wie für die gedruckte. Die wichtigsten Punkte, Stand November 2026:

  • Endpreise. Nach § 13 Preisangabenverordnung müssen die Preise Bedienungsgeld und alle sonstigen Zuschläge enthalten.
  • Keine ungefähren Preise. Die IHK Dortmund nennt „von bis“, „ca.“ und „ab“ als nicht zulässig, bei Getränken gehört die Menge dazu.
  • Preisverzeichnis. § 13 verlangt außerdem eine Preisliste neben dem Eingang und eine Liste für die Gäste drinnen. Ob ein QR-Code die Karte am Tisch ersetzen darf, klärt der Artikel zur QR-Code-Speisekarte.
  • Allergene digital. Nach § 4 LMIDV dürfen die Angaben in einem elektronischen Angebot stehen. Dann müssen die Angaben unmittelbar und leicht zugänglich sein, vor dem Kauf lesbar, und im Betrieb muss ein Hinweis zeigen, wie Gäste sie finden.

Alles Weitere steht in den Pflichtangaben auf der Speisekarte. Hängt ein Punkt an eurem Fall, fragt eure IHK oder die örtliche Lebensmittelüberwachung.

Wie kommen Gäste an die digitale Karte?

Gäste kommen über eine einzige Adresse an die Karte, die überall gleich bleibt. Dann müsst ihr bei einer Änderung nur eine Stelle pflegen.

Was geht beim Digitalisieren am häufigsten schief?

Die meisten Probleme entstehen nach dem Start, wenn niemand mehr die Karte pflegt. Darauf achtet ihr von Anfang an:

  • Zwei Wahrheiten. Papier, Google und Website zeigen verschiedene Preise. Legt fest, welche Karte die Quelle ist, und ändert die anderen am selben Tag.
  • Tote Links. Der QR-Code zeigt auf eine Datei, die umbenannt wurde. Nutzt eine feste Adresse statt eines Dateilinks.
  • Rezept geändert, Allergene nicht. Eine neue Sauce oder ein neuer Lieferant kann die Allergene ändern. Macht das zum festen Schritt bei jeder Rezeptänderung.
  • Fotos, die nicht stimmen. Ein schönes Bild, das anders aussieht als der Teller, enttäuscht Gäste. Lieber kein Foto.
  • Zu viele Kategorien. Am Handy heißt jede Kategorie mehr Scrollen. Bleibt bei wenigen und streicht, was kaum jemand öffnet.

Wie haltet ihr die digitale Karte aktuell?

Die digitale Karte bleibt aktuell, wenn eine Person dafür zuständig ist und es einen festen Termin gibt. Zehn Minuten pro Woche reichen oft: Preise, Tagesgerichte, was gerade aus ist. Stammgäste merken einen falschen Preis zuerst.

Die beste Speisekarte ist die, die heute stimmt.

Eine Karte mit Suche kann euch außerdem zeigen, was fehlt, wenn euer Werkzeug die Suchen ohne Ergebnis anzeigt. Sucht jemand immer wieder nach „glutenfrei“, wisst ihr, welcher Hinweis fehlt. Reisen viele Gäste an, lohnt sich als Nächstes das Übersetzen der Karte.

Wie sieht das aus, wenn ihr alles vom Handy aus macht?

In der NFCeez App fotografiert ihr eure Karte oder ladet ein PDF hoch, bis zu 20 Seiten. Nach drei Fragen zu Beschreibungen, Empfehlungen und Fotos ordnet die KI Gerichte, Preise, Größen und Kategorien. Danach geht ihr alles durch, bestätigt beim Veröffentlichen die Allergene, die von der KI kommen, und erst dann sehen Gäste die Karte. Die Karte erscheint auf eurer Smart Page mit Beliebt, Kategorien und Suche, und Gäste lesen sie in einer von 25 Sprachen.

Danach ist das Pflegen kurz: Preis in der App ändern, veröffentlichen, der nächste Gast sieht ihn. Ist ein Gericht aus, markiert ihr es, ohne neu zu veröffentlichen. In der App seht ihr, welche Suchen eurer Gäste nichts gefunden haben.

Die Grenze: Gäste können über die Karte nicht bestellen oder bezahlen, das läuft weiter über euer Personal und die Kasse. Die Preisliste am Eingang braucht ihr trotzdem, und die Prüfzeit aus dem Rechenbeispiel oben nimmt euch auch NFCeez nicht ab. Die Schritte im Einzelnen zeigt die Seite zur digitalen Speisekarte.

Womit fangt ihr heute an?

Euer nächster Schritt: Legt heute die Tabelle von oben an und tragt die ersten zehn Gerichte ein. Dann zeigt sie jemandem aus der Küche und fragt, was falsch ist.

So macht es NFCeezEure Karte, vom Foto bis zur Suche.Fotografiert eure Karte, prüft, was die KI gelesen hat, und veröffentlicht. Danach ändert ihr Preise in der App und markiert direkt, was gerade aus ist.So funktioniert's

Fragen zur digitalen Speisekarte

  1. Ein PDF und die Karte im Google-Profil kosten außer eurer Zeit nichts. Für eigene Speisekarten-Werkzeuge oder eine Website kommen Kosten des jeweiligen Anbieters dazu, also vergleicht vorher, was im Preis enthalten ist.

  2. Das Erfassen geht mit KI oder Vorlage oft schnell. Plant die meiste Zeit für das Prüfen ein, bei 60 Positionen als grobes Beispiel zwei Stunden plus eine Runde mit der Küche für die Allergene.

  3. Plant das nicht ein. Die Preisangabenverordnung verlangt eine Preisliste am Eingang und eine für die Gäste drinnen, und nicht jeder Gast möchte am Tisch das Handy nutzen. Ob ein QR-Code allein reicht, klärt ihr im Zweifel mit eurer IHK.

  4. Nach § 4 LMIDV ist ein elektronisches Angebot möglich, wenn die Angaben unmittelbar und leicht zugänglich und vor dem Kauf lesbar sind und im Betrieb ein Hinweis darauf zeigt. Haltet für Gäste ohne Handy trotzdem eine Liste bereit.

  5. Ja, denn viele Gäste suchen euch zuerst bei Google. Tragt dort den Link zur Karte ein oder pflegt die Gerichte im Menü-Editor, und ändert Preise am selben Tag wie auf eurer Hauptkarte.

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