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Aus Gästen werden Stammgäste.

Online-Tischreservierung: Portal mit Provision, Telefon oder eigene Seite?

Drei Wege im ehrlichen Vergleich, eine Rechnung für euren eigenen Betrieb und die Einrichtung in einer Stunde. Stand November 2026.

Reservierungen6 Min. LesezeitAktualisiert am 2. November 2026NFCeez Redaktion

Reserviert-Schild auf einem Tisch

Die meisten Vergleiche zu diesem Thema stammen von Firmen, die selbst ein Reservierungssystem verkaufen. Darum nennen wir hier keine Anbieter und keine Preise, sondern zeigen euch, wie ihr die Frage mit euren eigenen Zahlen beantwortet.

Welche drei Wege gibt es, und was unterscheidet sie?

Es gibt im Kern drei Wege: das Portal, das Telefon und die Buchung auf eurer eigenen Seite. Jeder löst ein anderes Problem.

Portal mit ProvisionTelefonEigene Seite
KostenJe Gast oder Buchung, je nach Vertrag auch GrundgebührArbeitszeit, verpasste AnrufeTool oder Pauschale, keine Provision je Gast
Neue GästeMöglich, das Portal hat eigenes PublikumNein, Gäste kennen euch schonKaum von allein, Gäste müssen euch finden
ErreichbarRund um die UhrWenn jemand drangehtRund um die Uhr
GästekontaktHängt vom Vertrag abEure Liste, oft auf PapierBei euch oder eurem Tool
FehlerquellenDoppelt geführte KalenderHörfehler, unleserliche NotizenUnbeantwortete Anfragen
Passt, wennTische leer bleiben und neue Gäste fehlenWenig los ist oder es um große Gruppen gehtDie Gäste vor allem aus der Stadt, von Google und Instagram kommen

Was kostet ein Reservierungsportal wirklich?

Ein Portal kostet so viel, wie euer Vertrag sagt, und die wichtige Zahl ist der Preis pro wirklich neuem Gast. Wir nennen hier bewusst keine Marktpreise. Nehmt eure Zahl aus dem Angebot.

Rechenbeispiel mit erfundenen Zahlen

Das Restaurant Laterne bekommt 200 Gäste im Monat über ein Portal. Angenommen, das Portal berechnet 2 Euro je Gast. Das ist eine Beispielzahl, kein Marktpreis.

  • Kosten: 200 × 2 Euro = 400 Euro im Monat.
  • Davon wären 100 Gäste auch so gekommen, etwa Stammgäste.
  • Wirklich neu sind also 100 Gäste: 400 Euro ÷ 100 = 4 Euro je neuem Gast.

Ob sich das lohnt, hängt davon ab, was so ein Gast euch bringt und ob er wiederkommt.

Die Rechnung kippt, wenn Stammgäste sich angewöhnen, über das Portal zu buchen. Dann bezahlt ihr für Gäste, die ihr längst habt. Wie ihr den Wert eines wiederkehrenden Gastes berechnet, zeigt der Artikel was ein Stammgast wert ist. Wie viele Gäste schon Stammgäste sind, erfahrt ihr ganz einfach: Fragt vier Wochen lang am Tisch, wie sie von euch gehört haben.

Welche Fragen klärt ihr vor dem Vertrag mit einem Portal?

Klärt vor der Unterschrift vor allem, wofür genau ihr zahlt und wem die Gästedaten gehören. Diese Fragen schickt ihr schriftlich und lasst sie schriftlich beantworten.

Checkliste für das Angebot
  • Zahlt ihr je Gast oder je Buchung, und ab wann genau?
  • Was kostet ein Gast, der nicht erscheint oder storniert?
  • Was kostet eine Buchung über eure eigene Website, falls ihr das Tool dort einbindet?
  • Zahlt ihr auch, wenn ein Stammgast zum zehnten Mal bucht?
  • Könnt ihr eure Gästeliste jederzeit und vollständig exportieren?
  • Dürft ihr diese Gäste selbst anschreiben, und mit welcher Einwilligung?
  • Welche Laufzeit und Kündigungsfrist gelten, und was passiert mit den Daten danach?
  • Gibt es Gebühren für bessere Platzierung auf dem Portal?

Beim Thema Gästedaten hilft der Artikel Treueprogramm und DSGVO.

Wann bleibt das Telefon der beste Weg?

Das Telefon bleibt sinnvoll für große Gruppen, Feiern und Gäste, die lieber reden. Ein Betrieb, der es abschafft, schließt solche Gäste aus. Sein Preis ist nur schwer sichtbar: Klingelt es im Mittagsgeschäft, steht jemand vom Tisch weg, oder niemand nimmt ab.

So messt ihr das in einer Woche
  1. Legt eine Strichliste neben das Telefon: Anrufe, verpasste Anrufe, Minuten.
  2. Rechnet auf den Monat hoch. Beispiel mit erfundenen Zahlen: 150 Anrufe im Monat × 3 Minuten = 7,5 Stunden. Bei 16 Euro Lohn pro Stunde sind das 120 Euro im Monat.
  3. Zählt, wie oft ein Anruf zu einem Stoßzeit-Problem geführt hat.

Wenn ihr beim Telefon bleibt, notiert immer dasselbe: Name, Tag, Uhrzeit, Personen, Telefonnummer und besondere Wünsche. Lest es am Ende einmal vor. Das fängt viele Hörfehler ab.

Noch ein Punkt, der gerade entsteht: Googles KI-Modus kann laut Google nach Tischen suchen und bei wenig Online-Infos Betriebe anrufen. Das läuft derzeit nur auf Englisch, aber klare Angaben online helfen auch hier.

Wie funktioniert die Reservierung auf der eigenen Seite?

Bei der Reservierung auf der eigenen Seite wählt der Gast selbst Tag, Uhrzeit und Personenzahl, und ihr bekommt den Wunsch direkt. Es gibt zwei Formen, und die Entscheidung ist wichtiger, als sie aussieht:

Anfrage, ihr bestätigtSofort gebucht
KontrolleJeder Tisch geht über euchRegeln und Kalender entscheiden
GastWartet kurz auf eine AntwortWeiß es sofort
RisikoKeine schnelle Antwort, Gast sucht weiterFalsche Regeln, volles Haus ohne Laufkundschaft
Passt, wennWenige Tische, wechselnde BelegungViele gleiche Tische, viel Volumen

Egal welche Form ihr wählt, für ein kleines Team zählen vier Dinge: Gäste buchen ohne App, nur Zeiten innerhalb eurer Öffnungszeiten sind buchbar, neue Anfragen erreichen euch sofort auf dem Handy, und je Gast fällt keine Provision an. Die Benachrichtigung ist bei Anfragen am wichtigsten, denn eine Anfrage, die bis zum Abend liegen bleibt, ist für den Gast eine Absage.

Wie kommen Gäste zu eurer Reservierung?

Gäste kommen zu eurer Reservierung, wenn der Link dort steht, wo sie euch ohnehin suchen. Der wichtigste Ort ist euer Google-Profil. Die Schritte (Stand November 2026):

  1. Auf business.google.com euer Profil öffnen.
  2. „Buchung“ wählen. In Maps zuerst „Profil bearbeiten“.
  3. „Link hinzufügen“ wählen, die Adresse eurer Reservierung eintragen.
  4. „Speichern“.

Zwei Dinge dazu aus Googles Hilfe: Für eigene Links gibt es dort keine Leistungsdaten, messt das also selbst. Und ein Anbieter über Reserve with Google kann für Buchungen über Google Gebühren verlangen. Fragt das vorher. Wie der Rest des Profils aussieht, steht in der Anleitung zum Google-Unternehmensprofil.

Weitere gute Orte sind das Instagram-Profil, eure Website und der NFC-Sticker oder QR-Code am Tisch für den nächsten Besuch. Auch für Apple Maps gibt es über Apple Business Aktionen, mit denen Kunden reservieren können.

Welcher Weg passt zu eurem Betrieb?

Das hängt vor allem davon ab, ob euch Gäste fehlen oder ob euch die Arbeit mit Reservierungen fehlt. Als grobe Orientierung, keine Regel:

Eure LageSinnvoller Start
Kleines Café, wenige ReservierungenTelefon plus eine einfache Anfrage auf eurer Seite
Restaurant, abends voll, Telefon nervtEigene Seite plus Telefon, kein Portal nötig
Neues Lokal, kaum bekanntEigene Seite, ein Portal als befristeter Test mit klarer Rechnung
Unter der Woche leer, am Wochenende vollPortal höchstens für ruhige Zeiten, falls der Vertrag das hergibt, dazu eigene Ideen für ruhige Tage
Bar ohne feste PlätzeNur für Gruppen, per Anfrage oder Telefon

Nutzt ihr mehrere Wege, führt nur einen Kalender. Mit doppelten Listen stehen schnell zwei Gruppen am selben Tisch.

Wie läuft die Anfrage auf der eigenen Seite im Alltag?

Mit NFCeez reservieren Gäste direkt auf eurer Smart Page, als Anfrage, die ihr bestätigt. Einmal legt ihr in der App eure Tische fest, die erste und die letzte Reservierungszeit und welche Anlässe Gäste wählen können, etwa Geburtstag oder Geschäftsessen. Jede Reservierung endet spätestens, wenn ihr schließt, und an geschlossenen Tagen kann niemand buchen. Gäste wählen Tag, Uhrzeit, Personenzahl und Anlass und bekommen eine sechsstellige Buchungsnummer per E-Mail. Die Anfrage erscheint sofort auf eurem Handy, auch auf dem Sperrbildschirm. Ein Tap auf Bestätigen oder Ablehnen, und der Gast bekommt Bescheid. Den Link setzt ihr wie oben beschrieben ins Google-Profil, und am Tisch öffnet der NFC-Sticker dieselbe Seite.

Die Grenzen: Ein Publikum wie bei einem Portal bringt das nicht mit, Gäste müssen euch schon kennen oder finden. NFCeez nimmt keine Zahlungen an, eine Anzahlung oder Ausfallgebühr läuft also nicht darüber. Für große Gruppen bleibt das Telefon der bessere Weg.

Wie richtet ihr eure Reservierung an einem Tag ein?

  1. Regeln festlegen: erste und letzte Reservierungszeit, höchste Personenzahl online, ab wann nur noch Telefon.
  2. Tische freihalten: Legt fest, wie viele Plätze für Laufkundschaft bleiben.
  3. Zuständigkeit klären: Wer antwortet in welcher Schicht auf neue Anfragen, und wie schnell?
  4. Link verteilen: Google-Profil, Instagram, eigene Seite, Bon.
  5. Abwesenheit planen: Überlegt vorher, was bei Nichterscheinen passiert. Der Artikel zu No-Shows zeigt die Möglichkeiten.

Euer erster Schritt heute: Legt die Strichliste neben das Telefon und zählt eine Woche lang. Mit dieser einen Zahl wird die Entscheidung viel leichter.

So macht es NFCeezAnfragen, die euch auf dem Handy erreichen.Gäste wählen auf eurer Seite Tag, Uhrzeit, Personen und Anlass. Die Anfrage erscheint sofort auf eurem Handy, und mit einem Tap bestätigt ihr sie.So funktioniert's

Fragen zur Online-Reservierung.

  1. Ja. Eine Reservierung auf der eigenen Seite kommt ohne Provision je Gast aus, sie kann aber Kosten für ein Tool haben. Prüft im Angebot, ob wirklich keine Gebühren je Buchung anfallen.

  2. Im Unternehmensprofil könnt ihr unter „Buchung“ einen eigenen Link hinterlegen oder einen Anbieter über Reserve with Google einbinden. Dafür können Gebühren anfallen, fragt also vorher.

  3. Nicht unbedingt. Bei wenigen Reservierungen reichen oft Telefon und ein einfaches Anfrageformular. Zählt eine Woche lang, wie oft es klingelt, bevor ihr etwas kauft.

  4. Bei einer Anfrage bestätigt ihr jeden Tisch selbst, der Gast wartet kurz. Bei einer Sofortbuchung entscheiden Regeln und Kalender, der Gast hat direkt eine Zusage.

  5. Eher nicht. Große Gruppen, Feiern und Gäste, die lieber sprechen, brauchen weiter jemanden am Telefon. Online nimmt nur einen Teil der Anrufe ab.

  6. Das regelt euer Vertrag, also fragt danach. Klärt schriftlich, ob ihr exportieren dürft und ob ihr Gäste selbst anschreiben dürft.

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